#06 Der härteste Weg. Warum in der Trennung nach Kampf gesucht wird.
Shownotes
In dieser Folge erfährst du:
Warum Gerichte keine emotionale Gerechtigkeit herstellen können. Weshalb der Wunsch nach „Recht bekommen“ oft ein tiefer liegendes Bedürfnis überdeckt. Welche Rolle Scham und Selbstschutz in eskalierenden Trennungen spielen. Warum juristische Härte häufig mehr Schaden anrichtet – finanziell wie gesundheitlich. Wieso ein konfrontativer Weg selten nachhaltige Lösungen hervorbringt. Wann Mediation eine sinnvolle Alternative sein kann. Welche Form von Stärke es braucht, um Konflikte anders zu lösen.
Der Wunsch nach Gerechtigkeit ist menschlich. Doch nicht alles, was sich ungerecht anfühlt, lässt sich juristisch lösen.
Manchmal liegt die eigentliche Stärke darin, den Kampf zu beenden – und Verantwortung für den eigenen Weg zu übernehmen.
Wenn du dich mit dem Gedanken trägst, deine Trennung bewusst und ohne Eskalation zu gestalten:
Impulse, Begleitung und ein neuer Blick auf Trennung und Scheidung.
Transkript anzeigen
00:00:33: Dieses Podcast haben wir darüber gesprochen, was im Anwaltsgespräch gerade nicht vorkommt.
00:00:42: Die Emotionen die Bedürfnisse das was bleibt?
00:00:47: Nämlich die Beziehung wie vielleicht noch zu retten ist... ...die Elternebene.
00:00:53: also dass worum es wirklich geht.
00:00:56: und heute möchte ich die Frage stellen warum wählen Menschen in einer der schwersten Phasen ihres Lebens ausgerechnet den Weg, der sie am meisten kostet.
00:01:10: Was hat das mit Schuld zu tun?
00:01:12: Mit Scham und einer sehr menschlichen Verwechslung.
00:01:16: Härte für Stärke zu halten!
00:01:19: Willkommen in meinem Podcast.
00:01:21: Familie Recht Neugedacht.
00:01:24: Mein Name ist Bettina Stock.
00:01:25: Ich bin Familienrechtsanwältin Und Mediatorin.
00:01:29: Wenn Menschen sich trennen brauchen Sie ein Anwalt Ein Guten.
00:01:35: Sie denken, sie brauchen einen Anwalt der für sie kämpft.
00:01:39: Das ist kein Zufall.
00:01:40: das ist fast ein Reflex und dieser Reflex hat Gründe.
00:01:46: Gründe die ich verstehe und die ich jeden Tag beobachten kann und die Ich heute erläutern möchte.
00:01:53: denn Die Entscheidung Für Ein Anwald Der Für mich Kämpft Ist die Entscheidung Für Den härtesten Weg Und fühlt sich Im Moment der Trennung Doch Nicht So an.
00:02:05: Es fühlt sich vielmehr an wie die einzige Möglichkeit auf das, was vorher schon passiert ist.
00:02:13: Der erste Grund den die Menschen am leichtesten benennen können Ist ich wurde verletzt.
00:02:19: Ich will recht bekommen Und ich will nur dass Was mir zusteht Dass es menschlich Wer betrogen wurde wer jahrelang zurückgesteckt hat.
00:02:30: Wer das Gefühl hat dass der andere ihn nie wirklich gesehen hat Das was er geleistet hat Der will nicht vermitteln.
00:02:38: Der will, dass jemand sagt Du hattest Recht!
00:02:41: Der andere lag falsch.
00:02:43: Ich sehe dich.
00:02:45: Der kämpferische Anwalt scheint genau das zu versprechen.
00:02:50: Er stellt sich an die Seite Seines Mandanten und ist sein Verstärker.
00:02:56: Er formuliert Ansprüche erkämpft Und das fühlt sich an wie Gerechtigkeit.
00:03:04: Das Problem dabei ist jedoch dass es das nicht ist, denn das Gericht spricht kein moralisches Urteil und auch der Anwalt tut dies nicht.
00:03:15: Der Anwald beschäftigt sich mit Unterhalt zu Gewinn, Sorgerechtsfragen, Versorgungsausgleich.
00:03:24: Mit Zahlen, Daten, Fakten – und vor allem geht es ums Geld!
00:03:29: Die Frage wer ein besserer Mensch war kommt weder in der anwaltlichen Denke noch im gerichtlichen Urteil vor.
00:03:37: Das Bedürfnis jedoch nach Anerkennung treibt Verfahren an und wird am Ende trotzdem nicht gestillt.
00:03:47: Aus meiner Sicht wollen die Menschen über die Gerichtsverfahren Gehör finden, sie wollen endlich einmal das sagen an Ort und Stelle zu einem Gericht was ihnen alles widerfahren ist welche Ungerechtigkeiten Sie erlebt haben und das soll ausgeglichen werden.
00:04:08: Doch was so ein Verfahren ihnen in Wirklichkeit gibt, ist Stress, eskalierende Konflikte, vertiefte Verletzungen – alles aber keine emotionale Gerechtigkeit.
00:04:22: Der zweite Grund warum der Kollege Wadenbeißer oder die Kollegin Bluthund beauftragt wird, ist vielleicht etwas schwerer zu benennen.
00:04:33: Ein mediativ arbeitenden Anwalt Ein Softie zu nehmen bedeutet, ich bin bereit mich zu bewegen.
00:04:42: Ich erkenne an dass es nicht die eine Wahrheit gibt sondern jeder seine Wahrheit hat und diese zwei Wahrheiten dürfen nebeneinander stehen.
00:04:53: Und ich erkenna an das ich meinen Teil zu dieser Entwicklung beigetragen habe.
00:04:59: Für viele fühlt sich das an wie Schwäche Kapitulation Man muss zugeben Mitverantwortlich ist.
00:05:08: Man war ja auch immer mit verantwortlich für die Gestaltung der Beziehung und der Ehe, und diese scheint Richtung Trennung gegangen zu sein.
00:05:18: Und das ist der Punkt an dem Scham ins Spiel kommt nicht als bewusstes Gefühl sondern wahrscheinlich viel mehr als Abwehr!
00:05:26: Wenn ich kämpfe dann schützt mich dieser Kampf, dieses Abwehr davor dass sich diese Schame fühlen muss und schützt mich davor, bei mir selbst anzukommen.
00:05:37: Im Kampf habe ich keine Zeit zu fragen was habe ich nicht gesehen?
00:05:43: Was habe Ich nicht gesagt!
00:05:45: Was habe ICH mitgebaut an dem, was jetzt
00:05:49: zerfällt?!
00:05:51: Im Kampf bin ich mit dem anderen beschäftigt und damit was er tut oder gerade nicht getan hat.
00:05:59: Das ist kein Vorwurf es ist eine Beobachtung.
00:06:04: Schamabwehr ist ein menschlicher Schutzmechanismus und er funktioniert kurzfristig sehr gut.
00:06:11: Langfristig kostet er das, was danach nach der heißen Phase der Trennung, nach dieser schwierigen Lebensphase wieder gebraucht wird die Fähigkeit neu anzufangen.
00:06:34: am leichtesten beheben könnte und der trotzdem so häufig vorkommt.
00:06:39: Die meisten Menschen wissen nicht, was ein Gerichtserfahren wirklich bedeutet und sie wissen nicht ,was sie dort gerade nicht bekommen werden.
00:06:49: Die Menschen wollen Gerechtigkeit und Gerechtigkeit ist kein Rechtsbegriff.
00:06:55: es ist ein subjektiver emotionaler Zustand noch nicht mal ein objektiver.
00:07:01: Ein subjektives Erleben davon, dass das was einem widerfahren ist anerkannt und ausgeglichen wird.
00:07:08: Man will ein Ausgleich für erlittenes Unrecht haben – es ist zutiefst menschlich!
00:07:15: Und es ist etwas, was kein Recht, kein Gesetz oder Gericht der Welt leisten kann.
00:07:23: Die Menschen wollen gehört werden aber das Gericht hört sich keine Lebensgeschichten an.
00:07:31: Das Gericht liest Schriftsätze und wendet Paragrafen an.
00:07:35: Es spricht Recht, keine Gerechtigkeit!
00:07:39: Die Frage – wer ein besserer Mensch war, wer mehr gelitten hat, wer mir gegeben hat und wer schuld ist?
00:07:46: Diese Frage kommt weder im Verfahren noch vor Gericht, noch in irgendeinem Urteil oder Beschluss vor.
00:07:56: Sie wollen Anerkennung und sie bekommen einen
00:07:59: Aktenzeichen.".
00:08:00: Ein streitiges Scheidungsverfahren dauert in Deutschland nicht selten, ein bis drei Jahre und länger.
00:08:09: Länger wenn Folgesachen wie Zugewinnausgleich verhandelt werden.
00:08:14: Es kostet bei einem durchschnittlichen Verfahrenswert – ich spreche nicht von hohen Vermögenswerten – leicht das Doppelte einer einvernehmlichen Scheidung Und die meisten Menschen, die sich frisch getrennt haben denken Das dauert ein paar Monate.
00:08:33: Ich habe mal in einer größeren Runde berichtet, wie lange in der Regel so ein Scheidungsverfahren dauert.
00:08:40: also mit achtzehn Monaten ist man schon flott dabei und ganz spontan sagte eine Frau in dieser Runde zu mir Bettina das darfst du doch nicht sagen!
00:08:52: Das will kein Mensch wissen.
00:08:54: länger als sechs Monate kann keiner aushalten dass es immer.
00:08:59: die Hoffnung soll immer schnell gehen, tut es aber nicht.
00:09:04: Es ist eine irrige Zielvorstellung.
00:09:07: Hinzu kommt – und das ist ganz wichtig – dass Anwälte und Richter also wir Juristen mit völlig anderen Zielvorstellungen arbeiten als unsere Mandanten selbst das tun.
00:09:21: Zudem sind die Schriftsätze seien es die eigenen oder des gegnerischen Kollegen in einer sehr Nüchternen oft als aggressiv empfundenen Sprache verfasst, die sich lesen wie ein Angriff auf alles das man einst für wahr gehalten hat oder immer noch für wahr hält.
00:09:43: Diese Schriftplätze sind kühl sie sind hart Sie sind ohne Gefühl und auf Wirkung kalkuliert Und man muss das Lesen Man muss auch die Erwiderungen darauf lesen Die nicht anders formuliert sind Und so geht das hin und her.
00:09:57: Angriff und Gegenangriff, Schriftsatz um Schriftssatz.
00:10:03: Jeder sollte sich gut überlegen ob er das möchte und ob er sich auf so einen Austausch einlassen will.
00:10:11: Ich selbst erinnere drei ganz für mich besondere Verhandlungen.
00:10:17: Die eine Verhandlung da ging es darum dass ich einen Ehevertrag angefochten habe und ich bin bis zum OLG gegangen mit diesem Verfahren.
00:10:28: Es handelte sich um ein Ehepaar, das fünfundzwanzig Jahre verheiratet war und die beiden waren Anfang ein zwanzig zwei in Zwanzig Anfang zwanzzig als sie heirateten.
00:10:42: Sie haben zu diesem Zeitpunkt einen Ehevertrag geschlossen der unter anderem neben einer Gütertrennung beinhaltete dass die Ehefrau nachählig ich sage das jetzt mal unjuristisch plattformuliert auf ihrer eigenen Erwerbseinkünfte verwiesen wird.
00:11:03: Wir Ehe, die hatten eine Wochenendehe.
00:11:21: Der Ehemann war beruflich auswärts sozusagen untergebracht hatte dort ne Wohnung und die Ehefrau dachte sich irgendwann mal sie fährt dorthin ich weiß nicht mehr aus welchem Grund und sie klingelt an der Wohnung ihres Mannes Und ihr dürft jetzt raten es öffnet den neue Lebensgefährtin von der Sie nichts wusste.
00:11:42: Lange Rede kurzer Sinn.
00:11:44: Ich hab diesen Ehevertrag nicht anfächten können.
00:11:48: Das OLG hat ihn als wirksam und rechtskräftig bestätigt.
00:11:55: Und entließ diese Frau, die fünfundzwanzig Jahre eine Haushaltsehe geführt hat mit einem Mann der zwei Sportflugzeuge unterhalten konnte damit dass ihr gesagt haben ach wissen sie Sie waren doch mal Krankenschwester und haben diesen Beruf gelernt.
00:12:14: Die werden zurzeit gesucht.
00:12:16: Ich möchte das so stehen lassen.
00:12:19: Bei einem anderen Fall ging es um Altersvorsorge und es ging eine große Fehlinvestition, das war zu dem damaligen Zeitpunkt professionell aufgezogen.
00:12:33: Es handelte sich um ein Verkaufsprogramm von Banken Ich möchte es mal so nennen Und ich habe vom Landgericht München verhandelt und das war eine der schlimmsten Verhandlungen meines Lebens.
00:12:46: Ich bin aus dieser Verhandlung rausgekommen, diese Verhandlinge wurde geführt in einem Ton mit einer Empathielosigkeit, mit einer Frechheit die ihresgleichen suchte und die Frechtheit saß auf hinter der Richterbank.
00:13:02: ich bin aus unserer Verhandelung damals heraus gekommen So Kopfschmerzen, dass ich wirklich erst mal in die nächste Apotheke und ins nächste Café musste um mich von dieser Verhandlung selbst zu erholen.
00:13:17: Und die dritte Verhandlungen das war ein Erbrechtsstreit damals... ...und auch diese Verhandling war emotional so bösartig, so widerlich Dass ich danach gesagt habe Ich mache nie wieder Erbrecht.
00:13:36: Das ist ein Rechtsgebiet, was mit dem ich nichts mehr zu tun haben möchte.
00:13:41: Und meine Mandantin ist über die Dauer dieses Verfahrens ernsthaft an Krebs erkrankt und diese Krebserkrankung wurde als Vorwand von der Gegenseite und ihrem eigenen Vater benutzt, dass sie nicht zur mündlichen Verhandlung vor Gericht erscheinen müsse, wolle ins lächerliche, gezogen und abgetan.
00:14:11: Und meine Mandantin war mitten in der Chemo.
00:14:15: Hohes Konfliktpotenzial verursacht Krankheiten eine schlechtere psychische Gesundheit und auch vor allem bei Frauen eine schlechtare körperliche Gesundheit.
00:14:28: Das ist kein Bauchgefühl das es messbar und durch eine dänische Studie belegt.
00:14:35: Von daher wie eine Trennung verläuft.
00:14:38: Es ist keine Frage des Stils, es ist auch eine Frage der Gesundheit.
00:14:45: Darüber sprechen wir in der nächsten Folge.
00:14:49: Von daher ist die eigentliche Gefahr gerichtlicher Verfahren und einer Konfliktgestaltung dass der Anwalt kämpft Die grobe Fehleinschätzung des Mandanten über das welche Folgen dieses Verfahren hat und über das was dann passiert.
00:15:08: Es bringt in den seltensten Fällen das, was man sich erhofft hat.
00:15:13: Es erschwert einen Neuanfang, denn danach ist mehr zu bewältigen als vorher.
00:15:21: Es gibt noch etwas, was ich immer wieder beobachte – etwas, dass all die anderen Gründe zusammenhält.
00:15:29: Härte wird mit Stärke verwechselt.
00:15:32: Ein harter Anwalt fühlt sich nach Kontrolle an.
00:15:36: Ich stehe in meiner Kraft nach Handlungsfähigkeit, nach ich tue etwas und ich lasse mir das nicht gefallen.
00:15:42: Ich bin nicht
00:15:43: schwach.".
00:15:44: Dabei ist genau das Gegenteil der Falle!
00:15:46: Das Gegenteils war er.
00:15:49: Wer in einer Trennungssituation die Kontrolle abgibt an einen Anwalt, an ein Gericht, an einem mir unbekanntes Verfahren?
00:15:58: Der ist nicht stark.
00:16:00: Er hat aufgehört selbst zu gestalten... Echte Stärke in einer Trennung sieht für mich anders aus.
00:16:33: auf der Hochzeit unserer Kinder wiedersehen.
00:16:36: Wer seine Ehe gestalten konnte, kann auch seine Trennung gestalten.
00:16:41: Das ist kein Trost – das ist eine Chance!
00:16:44: Was bedeutet es, eine Trennung zu gestalten statt diese zu erleiden?
00:16:49: Es bedeutet nicht, auf rechtliche Unterstützung zu verzichten.
00:16:53: Es bedeutet die Art der Unterstützung zu wählen, die zudem passt was man in solch einer Situation wirklich braucht Ein mediativ arbeitender Anwalt oder eine Mediation stellt andere Fragen als ein kämpferischer Anwaltung.
00:17:10: Es werden nicht die Fragen gestellt, wer hat Recht?
00:17:14: Oder wie können wir dieses bekommen?
00:17:15: sondern was braucht ihr?
00:17:17: was brauchen Sie damit das was nach der Trennung kommt funktioniert?
00:17:23: Wie soll Ihr Leben nach der trennung aussehen?
00:17:26: Wie bleibt ihr als Eltern handlungsfähig?
00:17:29: Was wünscht du dir?
00:17:31: Diese Fragen sind unbequemer als der Kampf und ich erlebe es immer wieder, dass sie meine Mandanten erst mal irritieren.
00:17:39: Weil Sie nicht damit rechnen und weil sie Selbstreflexion verlangen.
00:17:42: Und das ist nichts was die von einem Anwalt erwarten, dass er die Selbstreflektion anregt.
00:17:49: Ich möchte meine Mandaten damit schützen und sie öffnen Öffnen für eine Perspektive danach Für das was kommen kann Und ich möchte Ihnen Ihre Selbstkompetenz zurückgeben, die unter all den Konflikten Emotionen und Ängsten verschüttet ist.
00:18:08: Ich möchte Sie zu Lösungen führen, die das Gericht nicht liefern kann.
00:18:13: Denn niemand kennt diese Situation – das bisherige Leben aber vor allem auch das was ich mir vom Leben noch wünsche und verspreche besser als die Betroffenen selbst.
00:18:25: Es gibt Trennungen in den Mediation oder der mediativ arbeitende Anwalt nicht die richtige Wahl ist.
00:18:34: Das ist immer der Fall, wenn wir ein ausgeprägtes Machtgefälle zwischen den Ehegatten haben, wenn Gewalt im Spiel war und bei absolut fehlender Kooperationsbereitschaft.
00:18:49: Das möchte ich gerne benennen, ohne es klein zu reden in solchen Konstellationen.
00:18:54: Brauchen wir ein gerichtliches Verfahren als Ordnungsinstrument?
00:19:00: Ich möchte zusammenfassen was diese Folge antreibt.
00:19:04: Menschen wählen den härtesten Weg In einer der härtesten Lebensphasen.
00:19:10: Sie wählen ihn weil er sich im Moment zunächst richtig anfühlt Weil Schuld einen Schuldigen verlangt, der liegt immer besser außerhalb der eigenen Person.
00:19:23: Weil Scham eine Abwehr und ein Schutz braucht weil Unwissenheit keine Alternativen kennt Und weil Härte wie stärker aussieht.
00:19:34: Bitte verstehe dies als eine Einladung Denn wer das und diese Mechanismen kennt kann sie durchbrechen... ...und ich habe noch nie einen Mandanten erlebt, der aus einem langen gerichtlichen Verfahren herausgekommen ist und gesagt hat Mensch ich fühle mich jetzt stärker als vorher aber ich habe viele erlebt die gesagt haben Ich weiß jetzt nicht mehr wer ich bin.
00:20:02: Ich habe zwei Fragen, die ich euch zum Schluss mitgeben möchte.
00:20:06: wenn du an eine Trennung denkst an deine eigene oder die deiner Freundin deines Freundes Wenn du nur an die Vorstellung davon denkst, was würde dich Richtung Kampf ziehen?
00:20:19: Und was bräuchtest Du um trotzdem selbst das Steuer zu halten?
00:20:26: Wie er seine Ehe gestalten konnte kann auch seine Trennung gestalten.
00:20:30: Das ist ein Trost und eine Möglichkeit!
00:20:35: In der nächsten Folge stelle ich eine Frage, die ich in meiner Arbeit und unter Kollegen fast nie höre Und die ich für sehr wichtig halte.
00:20:45: Nicht die Frage was passiert ist, sondern die Frage... Was es mit einem gemacht hat?
00:20:53: Ich hoffe du bist wieder dabei!
00:20:55: Bis dahin alles Liebe Deine Bettina.
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